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Veröffentlicht am von The Undertaker

Mein Kampf wurde erstmals indiziert

Adolf Hitlers Propagandawerk landet auf Liste B

Im Jahr 1924 verfasste Adolf Hitler während seiner Festungshaft den ersten Band seines Buches "Mein Kampf", der ein Jahr später veröffentlicht wurde. Ende 1926 wurde dann der zweite Band herausgebracht. Ab 1930 erschienen beide auch zusammengefasst als "Volksausgabe" im Handel.

Das Buch diente der NSDAP als Propagandaschrift und wurde bis 1945 etwa 11-12 Millionen Mal verkauft. Es wurde auch in mehrere Sprachen übersetzt. Nach Hitlers Tod und dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde sein Vermögen (darunter auch das Urheberrecht an dem Buch) beschlagnahmt. Dazu gab es 1948 ein Verfahren gegen Hitler in München, da er dort bis zu seinem Tod seinen gemeldeten Wohnsitz hatte, wo er zum Hauptschuldigen erklärt und sein Vermögen zugunsten des Freistaates Bayern eingezogen wurde.

Seitdem war das Land Inhaber der Urheberrechte von "Mein Kampf" und untersagte jeglichen Nachdruck des Werkes, auch im Ausland, wie zum Beispiel in Polen oder der Türkei. 1979 entschied der Bundesgerichtshof, dass der Verkauf, Kauf und Besitz des Buches nicht nach §86 StGB (Verbreiten von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen) strafbar sei. Im Urteil wurde erwähnt, dass das Buch älter als die Bundesrepublik Deutschland ist und sich daher nicht gegen ihre Verfassungs- und Rechtsordnung richten kann. Ob das Buch aber gegen §130 StGB (Volksverhetzung) verstößt, wurde damals nicht vom Gericht festgestellt.

Am 31.12.2015 endete das Urheberrecht 70 Jahre nach Hitlers Tod. Anfang 2016 veröffentlichte das Institut für Zeitgeschichte eine wissenschaftlich kommentierte Neuausgabe, die bisher sieben Auflagen erhielt. Trotz all der Jahre, wurde "Mein Kampf" nie von der BPjS/BPjM als jugendgefährdend indiziert. Bis jetzt.

Denn der ungekürzte und unveränderte Nachdruck der im Zentralverlag der NSDAP von 1943 erschienenen Auflage wurde diesen Monat von der BPjM auf Liste B indiziert. Laut der Angabe im BPjM-Report erfolgte die Indizierung aufgrund einer rechtskräftigen Entscheidung eines Gerichts, dass das Buch gegen das Strafgesetzbuch verstößt. Eine vorher ergangene Beschlagnahme oder ein anderweitiges Gerichtsurteil ist bisher aber nicht bekannt gemacht worden.

Distanzierung: Schnittberichte.com distanziert sich ausdrücklich von jeglicher nationalsozialistischen und fremdenfeindlichen Denkweise.

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